Donnerstag, 22. Oktober 2015

My first trip: Cordoba

Endlich komm ich mal wieder zum Schreiben. Es ist zwar jetzt schon ein Zeitl her, aber mir ist es wichtig auch noch meine ersten Reisen in Argentinien im Blog festzuhalten.

Cordoba

Die erste Reise ging nach Cordoba (15.-18. August)! Ja, genau, dort wo Österreich Deutschland geschlagen hat ;)
Cordoba ist eines der noch nähesten Orte von Buenos Aires aus. Wir sind "nur" 9 Stunden mit dem Bus gefahren. Ja, uns kommt das mittlerweile wenig vor, nachdem wir nach Iguazu (siehe und) und nach Salta circa 20 Stunden im Bus fahren...
Begleitet haben mich auf die Reise Michi (mein österr. Mitbewohner hier) und Camille (eine liebe französische Freundin, die wir im Horror Hostel kennen gelernt haben)
Cordoba ist die zweitgrößte Stadt nach Buenos Aires. Einen Tag lang erkundeten wir diese schöne Stadt und das Museum der traditionsreichen Universidad de Cordoba. Nachdem die ersten Wochen in Argentinien extrem schirch und regnerisch waren, haben wir uns sehr über den erstmaligen Sonnenschein in Cordoba gefreut. Auch war es mal nett, ein bisschen Auszeit von der stressigen Großstadt zu haben. Cordoba ist doch deutlich entspannter. Das Museum der Uni von Cordoba war recht cool, vor allem wegen der Geschichte des Aufstands der Studenten im Jahr 1918, die inspiriert durch die russ.Revolution für akademische Freiheit, säkulare Bildung und freien und kostenlosen Hochschulzugang demonstriert haben und dabei die Uni etwas verwüstet haben.
Die restlichen drei Tage hatten wir die Möglichkeit mit einem Mietauto die Sierras und die kleineren Dörfer rund um Cordoba zu besuchen. Im Hostel lernten wir nämlich einen Franzosen und eine Französin kennen, die uns prompt eingeladen haben, mit ihrem Mietauto mitzufahren, um die Sierras zu erkunden. Mietautos sind hier zwar nicht superbillig, aber meiner Meinung nach echt die beste Art, wenn man ein größeres Gebiet erkunden möchte.
Wir besuchten zuerst die Estancia Santa Catalina, eine Jesuiten-Kirche, die auf der Liste des Weltkulturerbes steht und durch eine Familie privat geführt wird. War nett zum Anschauen, wenn auch kein Must-See.
Mein absolutes Highlight war natürlich Alta Gracia, die Stadt wo Che Guevara seine Kindheit verbracht hat. Dort steht auch das beste Che Guevara Museum, das es weltweit gibt. Die Stadt war an sich schon wunderschön und ich war ganz aufgeregt bei dem Gedanken, dass Che Guevara an genau diesem See, wo wir flaniert sind, täglich mit seiner Familie spazieren gegangen ist. :D
Die letzte längere Station war La Cumbrecita, ein sehr kleines idyllisches Dörfchen. La Cumbrecita ist wirklich ein Besuch wert. Mit der schönen Natur rundherum ist es perfekt zum Entspannen. Wandern kann man dort auch gehen. Es erinnert halt sehr an österr. Landschaft. Also nicht sehr exotisch. ^^ Die Landschaften in Cordoba sind allgemein sehr hübsch aber nicht vergleichbar mit der Landschaft in Iguazu oder Salta, die für uns um ein vielfaches exotischer und außergewöhnlicher sind. In Cumbrecita und vor allem Villa Gran General Belgrano, wo wir nur einen kurzen Stopp am Heimweg machten, sind viele Sachen kurioserweise in Deutsch angeschrieben. In Belgrano findet auch eines der größten Oktoberfeste der Welt statt...Deutsch reden hab ich dort überall niemanden gehört aber "Casa Kuhstall" oder Hotel "die Freuden" waren sehr lustig anzusehen.



Cordoba Hauptplatz


Sierras de Cordoba


Das Che Haus in Alta Gracia

See im Zentrum von Alta Gracia

Villa Gran General Belgrano

La Cumbrecita


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