Donnerstag, 22. Oktober 2015

Trip to wonderful Iguazu

Dieses Mal kann ich von einem ganz besonders tollem Erlebnis erzählen: einem Ausflug zu den Iguazu-Wasserfällen! Mitte September waren wir (Manu, Camille und ich) in Iguazu. Das war die perfekte Zeit, da es noch nicht zu heiß war (obwohl es e schon sehr heiß war (über 30 Grad), aber nicht vergleichbar mit der Sommerhitze im Norden). Außerdem hatten wir viel Glück mit dem Wetter. Nur einen Tag hat es einen Regenwald-Regen gegeben und das nur ganz kurz.
Iguazu wird glaub ich mein Lieblings-Ausflug bleiben. Dieses beeindruckende Naturschauspiel ist wirklich ein Muss für alle längeren Argentinien-Aufenthalte. Die Iguazu-Wasserfälle befinden sich in einem nördlichen Eck von Argentinien, an der Grenze zu Brasilien. Sie gelten mit ihren über 270 Kaskaden als die größten Wasserfälle der Welt
Völlig zu Recht wurden die Iguazu Wasserfälle vor kurzem als eines der sieben natürlichen Weltwunder ausgezeichnet. Das Klima in Iguazu ist subtropisch und bereits im Frühling sehr heiß. Es gibt eine brasilianische und eine viel größere argentinische Seite der Fälle. Man sollte sich zumindest 2 bis 3 Tage Zeit nehmen um beide Seiten von Iguazu zu besuchen, denn nicht nur die Wasserfälle sind sehr beeindruckend, sondern auch der Regenwald und seine Fauna und Flora. Außerdem braucht man mit dem Bus ca.20 Stunden nach Iguazu von Buenos Aires. Gottseidank hatten wir eine Cama (also Kategorie "Bett", das heißt, die Sitze sind weiter nach hinten zurücklehnbar aber trotzdem nicht vergleichbar mit einem Bett) und konnten somit etwas schlafen.Wir haben uns für unsere Reisen den "Southpass" gekauft (3600 Pesos für 5 Strecken) und haben somit ca.1400 Pesos hin und zurück gezahlt. Mittlerweile gibt es aber auch Flüge, die fast gleich viel kosten. 

Die brasilianische Seite ist vor allem für schöne Panorama Fotos geeignet. Die argentinische Seite ist viel größer und dort gibt es auch mehr zu erleben. Deshalb warn wir auch 2 Tage auf der argentinischen Seite von Iguazu. Im Parque Iguazu fallen einem als erstes die frechen und süßen Nasenbären (Koati) auf, die im ganzen Nationalpark herumrennen und unachtsamen TouristInnen Essen stehlen. Angeblich werden sie teilweise auch aggressiv, aber lieb schauns trotzdem aus. ^^  Außerdem gibt es unzählige wunderschöne Schmetterlinge und viele andere bunte Insekten im Regenwald. Mit ein bisschen Glück trifft man auch auf Tukane, Kolibris, Schildkröten und kleine Äffchen. In einem der Wanderpfade durch den Dschungel im Nationalpark Iguazu kann man die Fauna und Flora sogar fast menschenleer entdecken und sich anschließend in einem kleinen Teich mit Mini-Wasserfall abkühlen. Bei den Temperaturen ein Traum! Also ja nicht Badesachen vergessen. Viele Leute rennen dort in Badesachen rum und kühlen sich an den Wasserstellen, die es auf den Wanderwegen gibt, ab. Tucans und Äffchen haben wir in der freien Wildbahn leider nicht gesehen. Aber am letzten Tag haben wir eine Wildstation besucht: Guira Oga, Dort haben sie einheimische Tiere, die sie pflegen und wenn möglich wieder auswildern. Trotz der langen Reise hat sich Iguazu wirklich ausgezahlt!

Koati

Brasilianische Seite

Argentinische Seite

Panorama

Gargante de Diablo

Argentinische Seite

Äffchen in der Wildtierhilfe


Tucan


My first trip: Cordoba

Endlich komm ich mal wieder zum Schreiben. Es ist zwar jetzt schon ein Zeitl her, aber mir ist es wichtig auch noch meine ersten Reisen in Argentinien im Blog festzuhalten.

Cordoba

Die erste Reise ging nach Cordoba (15.-18. August)! Ja, genau, dort wo Österreich Deutschland geschlagen hat ;)
Cordoba ist eines der noch nähesten Orte von Buenos Aires aus. Wir sind "nur" 9 Stunden mit dem Bus gefahren. Ja, uns kommt das mittlerweile wenig vor, nachdem wir nach Iguazu (siehe und) und nach Salta circa 20 Stunden im Bus fahren...
Begleitet haben mich auf die Reise Michi (mein österr. Mitbewohner hier) und Camille (eine liebe französische Freundin, die wir im Horror Hostel kennen gelernt haben)
Cordoba ist die zweitgrößte Stadt nach Buenos Aires. Einen Tag lang erkundeten wir diese schöne Stadt und das Museum der traditionsreichen Universidad de Cordoba. Nachdem die ersten Wochen in Argentinien extrem schirch und regnerisch waren, haben wir uns sehr über den erstmaligen Sonnenschein in Cordoba gefreut. Auch war es mal nett, ein bisschen Auszeit von der stressigen Großstadt zu haben. Cordoba ist doch deutlich entspannter. Das Museum der Uni von Cordoba war recht cool, vor allem wegen der Geschichte des Aufstands der Studenten im Jahr 1918, die inspiriert durch die russ.Revolution für akademische Freiheit, säkulare Bildung und freien und kostenlosen Hochschulzugang demonstriert haben und dabei die Uni etwas verwüstet haben.
Die restlichen drei Tage hatten wir die Möglichkeit mit einem Mietauto die Sierras und die kleineren Dörfer rund um Cordoba zu besuchen. Im Hostel lernten wir nämlich einen Franzosen und eine Französin kennen, die uns prompt eingeladen haben, mit ihrem Mietauto mitzufahren, um die Sierras zu erkunden. Mietautos sind hier zwar nicht superbillig, aber meiner Meinung nach echt die beste Art, wenn man ein größeres Gebiet erkunden möchte.
Wir besuchten zuerst die Estancia Santa Catalina, eine Jesuiten-Kirche, die auf der Liste des Weltkulturerbes steht und durch eine Familie privat geführt wird. War nett zum Anschauen, wenn auch kein Must-See.
Mein absolutes Highlight war natürlich Alta Gracia, die Stadt wo Che Guevara seine Kindheit verbracht hat. Dort steht auch das beste Che Guevara Museum, das es weltweit gibt. Die Stadt war an sich schon wunderschön und ich war ganz aufgeregt bei dem Gedanken, dass Che Guevara an genau diesem See, wo wir flaniert sind, täglich mit seiner Familie spazieren gegangen ist. :D
Die letzte längere Station war La Cumbrecita, ein sehr kleines idyllisches Dörfchen. La Cumbrecita ist wirklich ein Besuch wert. Mit der schönen Natur rundherum ist es perfekt zum Entspannen. Wandern kann man dort auch gehen. Es erinnert halt sehr an österr. Landschaft. Also nicht sehr exotisch. ^^ Die Landschaften in Cordoba sind allgemein sehr hübsch aber nicht vergleichbar mit der Landschaft in Iguazu oder Salta, die für uns um ein vielfaches exotischer und außergewöhnlicher sind. In Cumbrecita und vor allem Villa Gran General Belgrano, wo wir nur einen kurzen Stopp am Heimweg machten, sind viele Sachen kurioserweise in Deutsch angeschrieben. In Belgrano findet auch eines der größten Oktoberfeste der Welt statt...Deutsch reden hab ich dort überall niemanden gehört aber "Casa Kuhstall" oder Hotel "die Freuden" waren sehr lustig anzusehen.



Cordoba Hauptplatz


Sierras de Cordoba


Das Che Haus in Alta Gracia

See im Zentrum von Alta Gracia

Villa Gran General Belgrano

La Cumbrecita


Mittwoch, 12. August 2015

Erste Eindrücke

Nun sind wir schon mehr als zwei Wochen in Buenos Aires und haben uns schon etwas eingelebt und fühlen uns fast als richtige "Portenyas" (wie sich die Leute hier nennen)! ;D Vielleicht noch nicht ganz, aber es wird sehr schnell einfacher, wenn man mal eine Wohnung hat und die Öffis und den Stadtplan circa versteht. Ich wollte in diesem Blog-Eintrag deshalb einige erste Eindrücke von Buenos Aires festhalten. Wir hatten zwar keinen Kulturschock, aber hier läuft doch definitiv einiges anders.

Preise
Wie bereits erwähnt, sollte man sich nicht der Illusion hingeben, dass Lateinamerika billig ist und deshalb Buenos Aires auch. Nein, nein, die Preise hier sind genau so hoch wie in Österreich. Sehr eigenartig ist vor allem das Verhältnis mancher Preise. Manche Sachen sind sehr billig und andere extrem teuer. Extrem teuer zB.: Schokolade (eine 100g Milka kostet 6€... ), Tiefkühlpizza. Billig z.B.: Orangen, Eier, Süßkartoffeln, Öffis, Zigaretten. Also wer sparsam sein will, kann versuchen sich ausschließlich von letzteren zu ernähren ^^
Also ein halbwegs billiges Leben ist nur möglich, wenn man den Blue Rate Kurs ausnützt und bare Euros in Pesos wechselt. 

Busse
Wer sagt, dass man die Bus-Tür erst öffnen muss, wenn der Bus steht bzw. erst losfahren kann, wenn die Tür geschlossen ist? Ach! Das dauert ja viel zu lange! Auf solche Formalitäten verzichtet man hier. 

Pünktlichkeit
Wer mich kennt, weiß, dass ich und Pünktlichkeit nicht wirklich zusammen passen und viele arme FreundInnen schön öfters auf mich warten mussten ^^ Aber hier hat die Unpünktlichkeit ganz andere Dimensionen. In Spanien empfand ich die "flexible Pünktlichkeit" als sehr angenehm, aber hier kann es schon mal vorkommen, dass man eine Stunde selbst bei mehr oder weniger geschäftlichen Terminen wartet. Selbst mir is das zuviel und das heißt was :D
Zu meiner letzten Vorlesung ist der Professor auch über eine Stunde zu spät gekommen und hat die Vorlesung auch 2 Stunden früher als geplant beendet ^^

Begrüßung 
In Argentinien gibt man 1 Beso zur Begrüßung. Also nur ein Bussi auf die rechte Wange. Und zwar allen, egal ob Mann-Mann, Frau-Frau, Mann-Frau oder auch bei 70-jährigen Damen...
Und es ist genau eines, nicht zwei wie bei den FranzösInnen oder wie bei uns (meist nur unter Mädchen). Das kann schon mal zu Verwirrungen führen ^^
Allgemein sind die Umgänge hier informeller. Das "Usted" also die Sie-Form benutzt man auch eher selten.

Argentinisches Spanisch
Where should I start? :D Ich glaub das wird besser ein eigener Post haha

Argentinisches Fernsehen
Also das argentinische Fernsehen besteht zu 70% aus Nachrichtensendern, davon die Hälfte über Fussball und der Rest sind Kochsendungen oder Kindersendungen. Ich bin nicht sicher, ob wir nur einen schlechten Kabelanschluss haben oder ob das normal ist :D
EDIT: Das waren nur die nationalen und lokalen Sender anscheinend. Hab viele internationale gefunden nun :D Wie auch amc! Yey, Fear of the Walking Dead schauen ^^

Hier noch paar Fotos

Friedhof von Recoleta:


Evita Duartes Grab im Friedhof von Recoleta:


Das berühmte Touristen-Stadtviertel La Boca (hier gibts viele bunte Häuser, unzählige Souvenir-Shops und Tango-Shows auf der Straße. Aber nur beim sogenannten Caminito, der Rest von La Boca ist ein Armenviertel und recht gefährlich):










Montag, 10. August 2015

Aller Anfang ist schwer

Bevor mein Abenteuer in Buenos Aires beginnen konnte, mussten wir (Shilu und ich) zuerst eine über 30-stündige Flug-Odysee über uns ergehen lassen. Wir sind zwar mit einer sehr guten Airline (Emirates) geflogen, doch trotzdem zehrt ein 8-stündige Transit-Aufenthalt mitten in der Nacht in Dubai und ein darauffolgender 19 Stunden am Stück- Flug gscheit an den Nerven. In Dubai gab es zumindest gratis Essen für uns (unbedingt sich vor Ort informieren falls ihr mal länger als 4h Transit in Dubai habt)!

Doch irgendwann hatten wir es geschafft und waren in unserem Hostel angekommen. Das Hostel hieß "Buenos Artes" und ist definitiv nicht zu empfehlen, trotz der recht positiven Internet Reviews. Es war sehr alt, der Strom fiel zweimal für mehrere Stunden aus und es war seeehr kalt. In Buenos Aires ist es ja Winter, also eher sowas was wir als Herbst bezeichnen würden, also so 15 Grad. Obwohl wir beide normal nicht sehr pingelig sind, wollten wir beide so schnell wie möglich aus dem Hostel ausziehen. Wir blieben schließlich 5 Tage bis wir unser kleines aber schönes vorübergehendes Apartment im schönen Stadteil Recoleta gefunden hatten. Wir haben jedoch 2 ganz liebe Mädchen in unserem Zimmer kennen gelernt: Kelly aus Brasilien und Camille aus Frankreich (die auch hier studiert für ein Semester)!

Zu Beginn gab es natürlich einiges zu organisieren und kennen zu lernen. „Wo krieg ich ein Öffi-Ticket“, „Wo krieg ich eine SIM-Karte“ und nicht zuletzt „Wo krieg ich eine Wohnung“ – das sind die Herausforderungen eines/einer jeden AustauschstudentIn in den ersten Tagen. Sehr hilfreich und fast lebensnotwendig ist es in Buenos Aires auch zumindest ein bisschen Spanisch zu können, da viele Menschen nicht Englisch sprechen. Erst nachdem wir diese Sachen erledigt hatten, konnten wir das erste Mal ein bisschen was schönes aus der Stadt anschauen. Hier einige Infos für zukünftige Reisende, die wir durch Berichte von anderen (vor allem David, der selbst auch ein Auslandssemester hier gemacht hat und uns viel geholfen hat) und eigener Erfahrung gesammelt haben:


Öffis
Man kauft sich eine sogenannte SUBTE-Karte, die man mit Guthaben auflädt. Die Öffis sind eines der wenigen Sachen, die billig sind in Argentinien. SUBTE Karte kriegt man in einigen Kiosco (kleine Gschäftln, die allgegenwärtig sind) und kann man in fast jedem Kiosco aufladen. Eine Fahrt kostet ca. 4 Pesos (offizieller Kurs 10 Pesos = 1€ ). Die Ubahnen fahren zwar nur bis 22 Uhr aber dafür ist das Bus-Netz sehr gut ausgebaut!

Geld
Was einem gleich auffällt und zumindest beim Wohnung suchen problematisch wird, ist, dass Argentinien teuer ist und immer teurer wird. Wenn man aus einem Euro-Land kommt hat man jedoch einen entschiedenen Vorteil. Man kann Euros zum Blue Rate Wechselkurs wechseln. Das sind so halblegale Einrichtungen. Man sollte das auf keinen Fall auf der Straße machen, aber wenn man eine seriöse Stelle kennt, ist da wirklich nichts dabei. Ich war zuerst auch sehr skeptisch und hatte deshalb viel zu wenig Bargeld mit, aber das gehört in Argentinien einfach dazu :D Wie gesagt, der offizielle Kurs ist 1€ = 10 Pesos. Der Blue Rate Kurst ist 1€ = 16 Pesos oder mehr. Dann braucht man auch nicht mitten in der Nacht wie wir zu 4 verschiedenen Banken rennen, bis man eine findet, bei der man mit der DKB-Karte abheben kann.

SIM-Karte
Gibt es in einigen wenigen Kioscos, aber einfacher zu einem Shop zu gehen, wo sie einen auch ein bisschen helfen können. In unserem Fall war das "Claro" und wir zahlen ca. 100 Pesos pro Monat fürs Internet.

Wohnung
Wohnung suchen ist eine Kunst für sich. Obwohl die meisten Teile von Buenos Aires genau so gefährlich wie eine europäische Großstadt sind, gibt es doch einige Regionen, die man vermeiden sollte. Immer wenn wir dachten, dass wir das durchschaut hatten und eine tolle Wohnung gefunden haben, kam es dann doch anders. Im Endeffekt haben wir dann eigentlich vor allem in Recoleta und Palermo gesucht. Dort ist super ^^ Keine Gegenden zum Einkaufen, da zu teuer, aber vor allem Recoleta sehr schön und Palermo zum Fortgehen aus super. Für die Wohnungssuche gibt es unzählige FB-Gruppen mit "Alquilar Temporario"etc. Wir haben uns schließlich für den einfacheren Weg über AirBnB entschieden, da es mir nach einer Zeit einfach zu anstrengend war über diese FB-Gruppen.
Einige nützliche Links: www.compartodepto.com, http://buenosaires.de.craigslist.org/search/apa, airbnb.at

Erste Impressionen von Buenos Aires

Plaza de Mayo:


Planetarium Galileo Galilei:


Lagos de Bosque de Palermo:


Natur gleich neben der Stadt: